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WordPress-Backup-Checkliste: Sicherung sauber vorbereiten und kontrollieren

Zu jeder Internetseite, die man betreibt, gehört für mich auch ein regelmäßiges Backup. Das ist wahrscheinlich einer dieser Punkte, die nicht besonders aufregend sind. Solange alles funktioniert, denkt man kaum darüber nach. Interessant wird die Sicherung meistens erst dann, wenn etwas nicht mehr so funktioniert wie vorher.

Und gerade deshalb kann ein bisschen Struktur nicht schaden.

Man muss daraus keine Wissenschaft machen. Ein paar zusätzliche Informationen zum jeweiligen Sicherungsstand können aber später ziemlich hilfreich sein. Welche WordPress-Version lief zu diesem Zeitpunkt? Welche PHP-Version war eingestellt? Welches Theme war aktiv? Und habe ich vor der Sicherung eigentlich noch einmal kontrolliert, ob alles vollständig ist?

Bei meinen fünf Freunden würde wahrscheinlich jeder dafür sein eigenes System entwickeln. Vermutlich fünf ziemlich unterschiedliche Systeme. Solange am Ende jeder noch versteht, was er da eigentlich gemacht hat, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden. Mir hilft bei solchen Dingen eine kleine Übersicht.

Vor einer Sicherung kurz den technischen Stand festhalten

Besonders bei einer Testseite, einer Master-Installation oder einer noch nicht veröffentlichten Website lohnt sich ein kurzer Blick auf die grundlegenden Einstellungen.

Ist ein Zugriffsschutz oder Wartungsmodus vorgesehen, sollte er weiterhin aktiv sein. Auch die WordPress-Einstellung, mit der Suchmaschinen von der Indexierung der Website abgehalten werden, sollte bei einer nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Installation noch einmal kontrolliert werden.

Zusätzlich notiere ich mir einige technische Eckdaten. Dazu gehören beispielsweise die WordPress-Version, die PHP-Version, die verwendete Datenbankversion und das aktive Theme samt Versionsnummer.

Gerade die PHP-Version kann später eine hilfreiche Information sein. Bei einem Umzug zu einem anderen Webhoster oder bei einer Wiederherstellung weiß man damit, unter welchen Bedingungen die Website zum Zeitpunkt der Sicherung funktioniert hat. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine inzwischen veraltete PHP-Version später ungeprüft wieder eingesetzt werden sollte. Sie ist zunächst einmal eine wichtige Referenz für Kompatibilität und Fehlersuche.

Vor dem Backup ein wenig aufräumen

Wenn die Arbeit an einer Website für diesen Stand abgeschlossen ist, kann man vor der endgültigen Sicherung noch einmal durchsehen, was sich angesammelt hat.

Der Papierkorb kann geleert werden, nicht mehr benötigte Zwischenstände können entfernt werden und vielleicht liegt irgendwo noch etwas herum, das nur zum Testen gedacht war. Das können zum Beispiel Erweiterungen sein, die man ausprobiert und anschließend doch nicht verwendet hat.

Dabei würde ich allerdings nicht wahllos alles löschen, was irgendwie nach Datenbank oder Zwischenspeicher aussieht. Entfernt wird nur, was man sicher einordnen kann und tatsächlich nicht mehr benötigt. Bei unbekannten Optimierungsfunktionen oder Warnmeldungen lohnt es sich eher, einmal genauer hinzusehen.

So entsteht vor der Sicherung ein möglichst sauberer Stand, ohne aus dem Aufräumen selbst ein neues Risiko zu machen.

Die eigentliche Sicherung

Danach kann mit der eigenen Backup-Lösung die vollständige Sicherung erstellt werden.

Ich kontrolliere anschließend, ob der Sicherungsvorgang ohne kritische Fehlermeldungen abgeschlossen wurde und ob alle benötigten Bestandteile vorhanden sind. Eine vollständige WordPress-Sicherung sollte nicht nur irgendwelche Dateien enthalten, sondern auch die Daten berücksichtigen, die für eine spätere Wiederherstellung der Website notwendig sind.

Die fertige Sicherung gehört anschließend nicht nur auf den Webserver. Mindestens eine Kopie sollte auf einem anderen sicheren Speicher liegen, beispielsweise auf dem eigenen Rechner, einem NAS oder einem externen Datenträger.

Und bevor ich einen Sicherungsvorgang als erledigt betrachte, schaue ich tatsächlich noch einmal nach, ob die Dateien dort angekommen sind, wo ich sie erwartet habe. Das dauert nur einen Moment und erspart im Zweifel eine ziemlich unangenehme Überraschung.

WordPress Backup Checkliste

Meine kleine WordPress-Backup-Checkliste

Wer für solche Dinge ebenfalls gern eine kleine Strukturhilfe benutzt, kann diese Übersicht einfach ausdrucken und für die eigenen Sicherungen verwenden.

Ein Backup darf ruhig langweilig sein

Im Grunde wünsche ich mir von einer Datensicherung nichts Besonderes. Sie soll vollständig sein, sie soll auffindbar sein und sie soll im Ernstfall funktionieren.

Vielleicht ist genau das einer dieser Bereiche, in denen ein wenig Routine ganz angenehm ist. Ein paar Häkchen setzen, kurz kontrollieren, die Sicherung ordentlich ablegen und danach wieder mit interessanteren Dingen weitermachen.

Denn über ein Backup möchte ich eigentlich erst dann wieder nachdenken müssen, wenn ich das nächste erstelle.

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