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Ich bin Nico Rabe, und ich bin verdammt gern Teil dieser Truppe. Was uns zusammenhält, ist nicht, dass wir immer einer Meinung wären. Ganz im Gegenteil. Aber ich weiß bei jedem von ihnen, dass es ihm am Ende darum geht, etwas Sinnvolles zu bewegen. Nicht um Profit, nicht um Konsum und auch nicht darum, sich selbst besonders wichtig zu machen.
Ich mag die soziale Sichtweise dieser Crew. Jeder bringt etwas anderes mit, jeder hat seine Ecken, seine Macken und seine eigene Geschichte. Gerade deshalb wirkt es glaubwürdig. Keiner spielt hier eine Rolle, nur damit das Bild nach außen stimmt. Und wenn einer Hilfe braucht, sind die anderen da.
STN//WR / Bruch
Bruch kenne ich schon verdammt lange. Aus einer Zeit, in der mein Leben noch deutlich hektischer und riskanter war. Wir haben uns beide verändert, und unsere Wege sehen heute anders aus als damals. Aber sie führen nicht auseinander. Eher nebeneinander her.
Unsere Freundschaft hat einiges ausgehalten, ohne dass wir ständig darüber reden mussten. Das ist vielleicht das Beste daran. Bei Bruch weiß ich, woran ich bin. Und ich glaube, er weiß das bei mir genauso.
Bürner
Mit Bürner habe ich viel kranken Scheiß erlebt und auch selbst genug Mist gebaut. Das gehört zu unserer Geschichte, aber es ist nicht mehr mein Heute.
Ich bin älter geworden, ruhiger und vermutlich auch ein bisschen erwachsener. Ich hätte mich gefreut, wenn Bürner einen Teil dieser Entwicklung mitgegangen wäre. Aber es ist auch okay, dass er in manchen Dingen derselbe geblieben ist. Ich weiß, dass er die alten Zeiten mit uns beiden manchmal vermisst.
Dann sollen sie eben eine gute Erinnerung sein. Man muss nicht alles wiederholen, nur weil es einmal wichtig war. Wir leben jetzt. Und ich habe ihn trotzdem verdammt gern.
Konrad Falk / Falke
Mit Falke habe ich mehr gemeinsam, als er wahrscheinlich zugeben würde. Er wirft nicht einfach Dinge weg. Er überlegt, was noch gebraucht werden könnte, welche Ressourcen sinnvoll sind und was man besser aufhebt. Den Gedanken verstehe ich sehr gut.
Nur kommt er aus einer ganz anderen Richtung dahin als ich. Bei ihm hängt an fast jedem Gegenstand schon das nächste Katastrophenszenario. Manchmal habe ich das Gefühl, dass seine Paranoia zuerst den Raum betritt und Falke erst kurz danach.
Ich finde, man muss sich die Zukunft nicht ständig dunkel ausmalen. Menschen können auch gemeinsam etwas hinbekommen. Wir können Dinge verändern, teilen, reparieren und besser machen. So schlimm muss morgen nicht werden, nur weil es theoretisch werden könnte.
Wahrscheinlich werden Falke und ich über Vorräte und Vertrauen in Menschen noch sehr lange diskutieren. Das ist auch in Ordnung.
Max Wolff
Wolff ist ebenfalls ein Beobachter. Wache Augen, immer irgendwie online im Kopf. Nur zieht er aus seinen Beobachtungen meistens deutlich düsterere Schlüsse als ich.
Er könnte weniger meckern, weniger sticheln und vielleicht nicht hinter jeder Ecke gleich den nächsten Beweis dafür suchen, dass Menschen grundsätzlich eine Fehlkonstruktion sind. Sein schwarzer Humor kann einem jedenfalls ordentlich auf den Geist gehen.
Trotzdem liebe ich diesen Kerl. Er gehört genauso in diese Runde. Und wer weiß: Vielleicht schafft es Stefan von Draußen irgendwann tatsächlich, unseren Wölfi ein kleines bisschen zur Besinnung zu bringen. Ich würde mir das ansehen.
Stefan von Draußen
Mit Stefan von Draußen verbindet mich inzwischen sehr viel. Gerade durch ihn habe ich manche Dinge neu betrachtet. Er hat einen Blick für die kleinen Sachen, die andere gern übersehen, und braucht erstaunlich wenig, um einen guten Moment auch einfach einen guten Moment sein zu lassen.
Mit ihm kann ich stundenlang über Gott und die Welt reden. Genauso gut können wir draußen unterwegs sein, kaum etwas sagen und einfach das Hier und Jetzt genießen. Mit einem halben Lächeln durch die Gegend ziehen reicht manchmal völlig.
Ich kenne Stefan noch nicht so lange wie Bruch oder Bürner. Das macht ihn aber nicht zu einem weniger guten Freund. Inzwischen verbindet mich mit ihm fast ebenso viel wie mit meinen alten Weggefährten.
Warum diese Leute?
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich diese Gruppe so mag: Niemand hier ist austauschbar. Wir sind nicht gleich, und wir müssen es auch nicht werden. Jeder sieht andere Dinge, jeder bringt etwas anderes mit. Manchmal nerven wir uns damit gegenseitig. Manchmal hilft genau das.
Und wenn es darauf ankommt, stehen wir trotzdem nebeneinander.
Geschrieben von Nico Rabe