
Wenn du mir schreiben möchtest, erreichst du mich am einfachsten per Mail unter redaktion@warmann.net
Hallo Freunde,
was soll ich erzählen? Man nennt mich hier Stefan von Draußen.
Ich weiß gar nicht, ob es so wichtig ist, hier allzu viel von sich preiszugeben. Vielleicht gibt es Dinge, die etwas über einen Menschen erzählen. Und andere, die einfach bei einem bleiben dürfen.
Es gab bewegte Zeiten. Es ist einiges passiert. Aber irgendwann habe ich einen anderen Weg für mich gefunden. Einen Weg, mein Leben etwas ruhiger zu leben. Entspannter. Die Hektik des Alltags holt mich nicht mehr so schnell ein. Vieles davon habe ich einfach hinter mir gelassen.
Umso mehr freue ich mich, auf diese Gruppe gestoßen zu sein. Ein angenehmer Haufen. Fünf Freunde, die sich schon deutlich länger kennen als mich.
Und ja – der eine oder andere könnte vielleicht ein wenig Hilfe gebrauchen, um auch mal zur Ruhe zu kommen. Aber das wird sich mit der Zeit schon geben.
Nico Rabe
Nico war es, der mich in diese Gruppe gebracht hat. Feiner Kerl. Ich kenne ihn schon länger. Wir waren viel zusammen draußen unterwegs, haben meditiert und einfach Zeit in der Natur verbracht. Geschaut, wahrgenommen und manchmal auch gar nicht viel gesagt.
Ja, Nico mag ich.
STN//WR
Bruch, ein spektakulärer Typ, wie es wahrscheinlich nicht viele gibt. Er hat diese Gruppe erstaunlich gut im Griff, ohne dass es sich danach anfühlt, als würde er sie beherrschen.
Selbst aus den kleinen Reibereien, die nun einmal zum Leben dazugehören, zieht er irgendwann etwas Brauchbares. Eine Idee, eine Lösung oder wenigstens genug Schwung, damit der Wagen weiterläuft.
Er kennt die Stärken und Schwächen der einzelnen Leute ziemlich genau. Die Stärken nutzt er. Nicht für sich, sondern für die Gruppe. Er schafft es, Menschen dazu zu bringen, das einzusetzen, was sie wirklich können.
Und ihre Schwächen?
Die kennt er genauso.
Aber es würde ihm wohl niemals einfallen, sie zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen.
Max Wolff
Ich glaube, Max ist meine Mission.
Ein Mensch, der auf seine ganz eigene Art wunderbarer kaum sein könnte. Er würde vermutlich schon bei diesem Satz widersprechen. Wahrscheinlich ziemlich entschieden.
Aber ich glaube, ganz tief in ihm steckt etwas, das er nicht besonders gern zeigt. Vielleicht ein weicher Kern. Vielleicht einfach ein Teil von ihm, den die Welt nicht ständig zu Gesicht bekommen muss.
Ich versuche hin und wieder, ihn ein bisschen hervorzulocken.
Manchmal glaube ich sogar, dass es funktioniert.
Max würde das natürlich bestreiten.
Konrad Falk
Falke ist ein ziemlich unruhiger Zeitgenosse. Überall lauert etwas, das schiefgehen könnte. Für die schönen Dinge im Leben bleibt da manchmal wenig Zeit, denn schließlich könnte jederzeit irgendetwas passieren.
Und wenn etwas passieren könnte, muss man vorbereitet sein.
Auf möglichst alles.
Jede Katastrophe bedenken, jede Schwachstelle finden, einen Plan machen und am besten noch einen zweiten, falls der erste nicht funktioniert. Solche Dinge gehen Falke durch den Kopf.
Ihn zu beruhigen ist nicht einfach. Und nein: Einatmen, ausatmen, einfach mal tief durch – damit braucht man ihm nicht zu kommen. Das funktioniert bei Falke nicht.
Aber er ist gut in dem, was er macht.
Wenn ein Problem auftaucht, findet Falke Lösungen. Und zwar manchmal mit Mitteln und auf Wegen, auf die ein normalsterblicher Mensch vermutlich überhaupt nicht gekommen wäre.
Vielleicht braucht eine Gruppe gelegentlich eben auch jemanden, der die Katastrophe schon durchdacht hat, bevor die anderen überhaupt bemerkt haben, dass es ein Problem geben könnte.
Bürner
Bürner
ist etwas ganz Besonderes.
Auf den ersten Blick wirkt er hart. So, als wäre er irgendwann einmal zum Kämpfen geboren worden und hätte seitdem einfach nicht mehr damit aufgehört.
Aber das ist nicht alles.
Bürner kann genauso gut ein ruhiger, stiller Mensch sein. Einer, der einfach das Hier und Jetzt genießen kann, ohne darüber reden zu müssen.
Er würde das vermutlich niemals so formulieren.
Aber ich habe es selbst erlebt.
Mit ihm zusammen am Feuer sitzen. Kein großes Gespräch. Keine wichtigen Erkenntnisse. Niemand muss irgendetwas erklären.
Einfach das Feuer, die Ruhe und zwei Menschen, die für einen Moment nirgendwo anders sein müssen.
Vielleicht würde Bürner sagen, wir hätten einfach nur am Feuer gesessen.
Und wahrscheinlich hätte er damit sogar recht.
Geschrieben von Stefan von Draußen