Wenn du einen Webdesigner aus Leipzig suchst, möchtest du vermutlich nicht nur wissen, was technisch möglich ist. Du willst auch wissen, wer an deiner Website arbeitet, welche Erfahrung dahintersteckt und wie die Zusammenarbeit aussieht.
Bei warmann.net reicht die Geschichte mit Websites bis in die späten 1990er zurück: von handgebautem HTML über Joomla und eigene Community-Projekte bis zu WordPress, Kundenwebsites, Suchmaschinenoptimierung und heutiger Hilfe zur Selbsthilfe.
Genau darum geht es auf dieser Seite. Nicht um eine große Agenturgeschichte, sondern um einen Webdesigner aus Leipzig mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf Technik, Gestaltung, Sicherheit, Verständlichkeit und den Menschen vor dem Bildschirm.
Und weil sich warmann.net diese unterschiedlichen Blickwinkel tatsächlich leistet, erzählen dir die nächsten sieben Abschnitte unsere Geschichte auf ihre ganz eigene Art.
Bürner: Wir müssen dafür ein Stück zurück
Ganz klar wollt ihr wissen, mit wem ihr es hier eigentlich zu tun habt. Und warum wir ausgerechnet meinen, an eurer Website herumbasteln zu können.
Dafür müssen wir ein Stück zurück. Ein ziemlich großes sogar. Bis ins letzte Jahrtausend.
So 1998, 1999 rum haben wir angefangen, unsere ersten eigenen Seiten ins Internet zu stellen. Nicht, weil wir damals beschlossen hätten, jetzt große Webdesigner zu werden. Wir hatten Konzertfotos. Jede Menge davon. Und wir wollten, dass die Leute die Bilder sehen und sich kostenlos holen konnten.
Also musste eine Website her.
Heute installierst du WordPress, klickst dir ein paar Sachen zusammen und kannst nach kurzer Zeit zumindest irgendwas vorzeigen. Damals lief das bei uns anders. Die Seiten wurden direkt in HTML gebaut. Eine Seite, ein Foto, Links setzen, Code kontrollieren. Nächstes Foto, nächste Seite. Und wenn du dich irgendwo vertippt hast, dann ging eben irgendwas nicht. Viel Spaß bei der Fehlersuche.
Schön war unsere erste Seite übrigens nicht. Ich erinnere mich an irgendeinen dunklen Hintergrund mit Weltall- oder Galaxie-Gedöns. Wir fanden das damals offenbar vertretbar. Manche Dinge überleben besser nur in der Erinnerung.
Technisch waren wir dafür ziemlich nah am damaligen Stand. Wir haben mit iframe gearbeitet – Inline Frames. Ende der 90er war das kein alter Kram, sondern ziemlich frischer HTML-Code. Menü in einem Bereich, Inhalt in einem anderen. Klickst du links das Richtige an, musste rechts auch das Richtige erscheinen. Heute baut man Websites anders. Damals war das eine vernünftige Möglichkeit, so eine Seite zusammenzusetzen.
Und so ging das weiter. Ausprobieren, Code ändern, Fehler suchen, wieder ausprobieren. Kein Baukasten, der einem freundlich erklärt, dass man vielleicht noch irgendwo einen Abstand einstellen möchte. Wenn etwas nicht funktionierte, musste man rausfinden, warum.
SEO? Davon hatten wir keinen Schimmer
Von Suchmaschinenoptimierung hatten wir damals ehrlich gesagt null Ahnung. Wir wollten unsere Bilder ins Netz bringen. Fertig.
Gefunden wurden wir trotzdem. Man verteilte Flyer, erzählte anderen von der Seite und kannte irgendwann Leute, die wieder andere Leute kannten. Und im Internet haben sich Webseitenbetreiber gegenseitig verlinkt. Du hattest eine passende Seite, ich hatte eine passende Seite, also setzte jeder einen Link zum anderen.
Kein Marketingkonzept. Keine fünfseitige Strategie. Man kannte sich, die Inhalte passten zusammen und die Leute sollten ihren Weg finden.
So hat das bei uns angefangen.
Nicht mit einer Agentur. Nicht mit einem Zertifikat an der Wand. Und auch nicht mit irgendeinem Spruch darüber, dass wir seit hundert Jahren die digitale Zukunft gestalten.
Wir hatten ein Problem: Unsere Konzertfotos sollten ins Netz.
Also haben wir gelernt, wie man sie dort hinbekommt.
Und wenn etwas nicht funktioniert hat, haben wir so lange daran herumgeschraubt, bis es funktioniert hat.
Eigentlich machen wir es bis heute nicht viel anders.
Geschrieben von Bürner
Wir wollten das Zeug einfach zeigen
Bürner hat ja schon von unseren Anfängen erzählt. Sternenhimmel, selbst zusammengebastelte Seiten und eine ganze Menge Zeug, das man heute vermutlich mit deutlich weniger Verrenkungen hinbekommen würde.
Aber eigentlich war die Technik nie der Grund, warum wir das gemacht haben.
Wir hatten Fotos. Also wollten wir, dass andere sie sehen können. Wir hatten irgendeine Idee. Also bauten wir ihr einen Platz im Netz. Nicht, weil dahinter ein Geschäftsmodell lauerte, sondern weil wir Lust darauf hatten und weil es ziemlich schade gewesen wäre, das alles nur auf irgendeiner Festplatte herumliegen zu lassen.
Das HTML-Gedöns blieb uns dabei noch eine ganze Weile erhalten. Die Seiten wurden irgendwann schicker, der Sternenhimmel verschwand und wir lernten neue Tricks. Mit JavaScript ließen sich zum Beispiel wiederkehrende Dinge wie die Navigation etwas eleganter einbauen. Frames brauchten wir irgendwann nicht mehr.
Luxus war das trotzdem nicht. Viele Seiten bestanden weiterhin aus einzelnen HTML-Dateien, an denen man eben einzeln herumschraubte. Wer einmal nach einer kleinen Änderung festgestellt hat, dass er dieselbe Sache jetzt noch auf einem ganzen Stapel weiterer Seiten ändern darf, entwickelt ein erstaunlich inniges Verhältnis zu Copy & Paste.
Dann hatten wir eben auch noch ein Forum
Weil uns eine Internetseite offenbar noch nicht genug Beschäftigung war, kam irgendwann ein eigenes Forum dazu. Zuerst über einen externen Anbieter, bei dem man sich so ein Ding fertig anlegen konnte.
Groß war diese Gemeinschaft nie. Das war kein digitaler Marktplatz mit Tausenden Leuten, sondern eher eine kleine Ecke im Netz, in der man sich kannte. Genau deshalb hat es wahrscheinlich funktioniert.
Natürlich blieb das Forum nicht einfach so, wie der Anbieter es ausgeliefert hatte. Grafiken wurden angepasst, Farben verändert und alles so lange zurechtgerückt, bis es zu unserer inzwischen zweiten Website passte. Der Sternenhimmel hatte da längst ausgedient.
Wenn ich heute darüber nachdenke, zieht sich da eigentlich eine ziemlich klare Linie durch die ganzen Jahre: Wir haben Dinge aufgebaut, weil wir sie interessant fanden – und wenn sie fertig waren, sollten andere Menschen etwas davon haben.
Vielleicht verstehen wir deshalb auch Leute ganz gut, die mit einer Idee anfangen und eben noch keinen fertigen Businessplan auf dem Tisch liegen haben. Eine Privatperson, die etwas Eigenes zeigen möchte. Ein paar Leute, die gemeinsam einen Verein oder eine Initiative aufziehen. Jemand, der sagt: „Wir haben da was vor, aber vom Internetzeug haben wir noch keine Ahnung.“
Das ist kein exotischer Ausgangspunkt. So ähnlich haben wir schließlich selbst angefangen.
Deshalb arbeiten wir gern mit Vereinen und Initiativen und genauso mit Privatpersonen, die etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen.
Man muss nicht groß anfangen. Man muss überhaupt erst einmal anfangen.
Geschrieben von Nico Rabe
Wenn aus vielen Seiten irgendwann ein System werden muss
Nico hat ja gerade schon erzählt, dass wir irgendwann unser erstes eigenes Forum hatten. Das lief eine ganze Weile ziemlich gut. Die Website daneben bestand weiterhin aus klassischem HTML, und anfangs machte es sogar Spaß, sich durch den Code zu arbeiten und die einzelnen Seiten zu pflegen.
Das Problem war nur: Es wurden immer mehr.
Irgendwann hatten wir eine unfassbare Menge einzelner Dateien. Solange nichts Grundsätzliches geändert wurde, war das noch in Ordnung. Aber wehe, am Aufbau oder am Design sollte etwas angepasst werden. Dann durfte man im schlimmsten Fall Seite für Seite anfassen, ändern und anschließend wieder hochladen.
Und hochladen hieß damals tatsächlich noch: Modem. Jede einzelne Datei. Dazu die Bilder. Ich will bei der Dauer nicht lügen, aber manche Aktualisierung fühlte sich an, als hätte man einen halben Tag dabei zugesehen, wie sich ein Fortschrittsbalken möglichst unauffällig bewegt.
Spätestens da stellte sich die eigentlich wichtige Frage: Was passiert, wenn das Ganze noch größer wird?
Die Antwort war ziemlich offensichtlich. So weitermachen war kein Plan.
Also beschäftigten wir uns mit Content-Management-Systemen, kurz CMS, und landeten schließlich bei Joomla. Das war ein gewaltiger Unterschied. Inhalte konnten zentral verwaltet werden, Änderungen am Aufbau mussten nicht mehr in unzähligen einzelnen HTML-Dateien nachgezogen werden und verschiedene Benutzer konnten eigene Zugänge bekommen.
Natürlich löst ein CMS nicht automatisch alle Probleme. Es verschiebt einige davon nur an eine andere Stelle. Plötzlich musste man sich mit Benutzerrechten, Erweiterungen, Aktualisierungen, Konfiguration und Sicherheit beschäftigen. Ein fertiges System bedeutet eben nicht, dass man nicht mehr nachdenken muss. Eher im Gegenteil.
Aber wenn es einmal vernünftig eingerichtet war, funktionierte es. Und vor allem konnten nun auch andere aus unserer Gemeinschaft mitarbeiten. Leute aus dem Forum, die Lust darauf hatten, brachten Inhalte ein und halfen mit. Aus ein paar Leuten, die eine Website pflegten, wurde nach und nach ein richtiges gemeinsames Projekt.
Auch das Forum zog irgendwann um. Die ursprüngliche Variante lief noch bei einem externen Anbieter, inklusive Werbebannern und allem, was damals eben dazugehörte. Später integrierten wir ein eigenes Forum direkt in unsere Website. Damit lagen Inhalte, Community und Technik wesentlich stärker in unserer eigenen Hand.
Das muss ungefähr in die Zeit gefallen sein, in der Netzwerke wie meinVZ und später Facebook immer größer wurden. Ganz genau bekomme ich die Reihenfolge heute nicht mehr zusammen. Entscheidend war für uns ohnehin etwas anderes: Wir hatten unseren eigenen Platz im Netz.
Irgendwann kam noch Spreadshirt dazu. Hosting, Domains und der ganze technische Unterbau kosteten schließlich Geld. Also entstand die Idee, mit eigenen Motiven ein bisschen davon wieder hereinzuholen. Nicht als großes Geschäftsmodell, sondern weil es thematisch passte, Spaß machte und die laufenden Kosten wenigstens etwas abfederte.
Und dann passierte etwas, womit wir vorher nicht gerechnet hatten: Ich sah eines unserer T-Shirts bei jemandem in einer Fernsehtalkshow. Später begegnete mir auf der Straße noch jemand damit, den ich überhaupt nicht kannte.
Das war schon ein eigenartiges Gefühl. Man baut zu Hause irgendetwas am Rechner, lädt Dateien hoch, probiert herum – und irgendwann läuft ein völlig fremder Mensch mit dem Ergebnis durch die Gegend.
So kamen wir vom handgebauten HTML über Foren schließlich zu Joomla, Benutzerkonten, eigener Community und den ersten kleinen Versuchen, die laufenden Kosten selbst mitzutragen.
Rückblickend war dabei wahrscheinlich weniger wichtig, welches System wir benutzt haben. Wichtiger war die Erkenntnis dahinter: Wenn etwas wächst, muss die Technik mitwachsen. Sonst verwaltet man irgendwann nur noch die Probleme, die man sich früher selbst gebaut hat.
Geschrieben von Konrad Falk
Irgendwann wurde aus dem Hobby ein Gewerbe
Bürner hat euch schon erzählt, wie das ganz am Anfang war. Modem, Dateien hochladen, warten und hoffen. Im Grunde haben wir uns damals technisch einmal komplett neu erfunden, ohne das überhaupt so zu nennen.
Nico hat beschrieben, wie danach Gestaltung und Bedienbarkeit wichtiger wurden. Falke ist schließlich bei dem Punkt angekommen, an dem wir Content-Management-Systeme entdeckt haben – in unserem Fall damals Joomla.
Und damit wurde die Sache langsam ziemlich komfortabel.
Unsere Website lief über Joomla, das Forum wurde in den Auftritt eingebunden und irgendwann kam mit Spreadshirt auch noch ein eigener Merchandise-Shop dazu. Nicht alles war elegant. Aber es funktionierte. Und vor allem hatten wir inzwischen ziemlich viel davon selbst gebaut, eingerichtet, angepasst und verstanden.
Irgendwann lag deshalb eine ziemlich naheliegende Frage auf dem Tisch: Wenn wir das sowieso ständig machen – warum eigentlich nicht auch für andere?
So entstand die erste gewerbliche Phase von warmann.net. Das liegt inzwischen mehr als zehn Jahre zurück.
Die ersten echten Kundenprojekte
Innerhalb relativ kurzer Zeit kamen damals einige sehr unterschiedliche Projekte zusammen:
- eine Website für ein Unternehmen aus dem Bereich Gebäudereinigung und Grünflächenpflege, das seine Leistungen darstellen und neue Kunden erreichen wollte,
- ein Online-Portfolio für einen Opernsänger mit Bildern, Informationen und allem, was man für die eigene Präsentation brauchte,
- eine Website für einen Medienberater aus Leipzig,
- der Internetauftritt eines Oldtimer-Chauffeurservices mit Fahrzeugpräsentation und passenden Fotos,
- und eine Website für eine sächsische Rock-’n‘-Roll-Band, für die wir zusätzlich Motive für Merchandise gestaltet haben.
Beim Medienberater hatten wir damals sogar einen Erfolg, an den ich mich bis heute gern erinnere: Bei mehreren für ihn relevanten Google-Suchanfragen landete seine Website zeitweise ganz oben. Noch wichtiger war eigentlich sein Feedback. Ein Teil seiner neuen Kunden hatte ihn tatsächlich über die Website gefunden.
Das war ziemlich stark.
Eine Garantie lässt sich daraus allerdings nicht basteln. Suchmaschinen funktionieren heute anders, Konkurrenz und Suchergebnisse verändern sich ständig und auch damals gab es keinen magischen Schalter für Platz eins. Genau deshalb versprechen wir auch heute bei SEO und lokaler Sichtbarkeit keine bestimmten Positionen.
Wir können Voraussetzungen verbessern. Google gehört trotzdem nicht uns.

Fünf Kunden klingen wenig. Waren sie aber nicht.
Wenn man die Liste heute liest, klingt das vielleicht erst einmal nach fünf Projekten. Nicht nach einer riesigen Agenturgeschichte.
War es auch nicht.
Aber das Ganze lief neben einem regulären Vollzeitjob, eigenen Websites und weiteren kleinen Projekten für Freunde und Bekannte. Dazu kamen Gestaltung, technische Einrichtung, Inhalte, Änderungen und anschließend natürlich die Fragen, die erst auftauchen, wenn eine Website tatsächlich benutzt wird.
Das kostet Zeit. Erstaunlich viel Zeit.
Irgendwann kamen Familie und andere Verpflichtungen dazu und wir haben den gewerblichen Teil deshalb bewusst auf Eis gelegt.
Das hatte allerdings noch einen zweiten Grund.
Eine Website sollte nicht dauerhaft jemanden brauchen
Wir hatten gemerkt, dass es relativ einfach ist, jemandem eine Website hinzustellen. Schwieriger wird es, wenn derjenige anschließend nicht weiß, wie er damit weiterarbeiten soll.
Dann kommt später noch eine kleine Änderung. Danach eine Frage. Dann muss ein Bild ausgetauscht werden. Irgendwann klingelt wieder das Telefon, weil eine Telefonnummer geändert werden soll.
Technisch alles kein Drama. In Summe trotzdem ein ziemlich effektiver Weg, seine Freizeit abzuschaffen.
Genau daraus ist ein Grundsatz entstanden, der für warmann.net heute noch wichtiger ist als früher: Wir wollen möglichst wenig künstliche Abhängigkeit schaffen.
Wenn wir eine Website vorbereiten, möchten wir sie so übergeben, dass du normale Änderungen später selbst erledigen kannst. Wir erklären dir, wie das System funktioniert, zeigen dir die wichtigen Stellen und helfen dort, wo technische Unterstützung tatsächlich sinnvoll ist.
Genau darum geht es auch bei unserer WordPress-Hilfe und Einrichtung.
Natürlich können wir später wieder unterstützen. Wir verschwinden nicht in einer Rauchwolke, sobald die Rechnung bezahlt ist.
Aber wir bevorzugen Projekte, die einen klaren Anfang und ein vernünftiges Ende haben. warmann.net läuft weiterhin nebenberuflich. Wir haben reguläre Jobs, Familien und gelegentlich sogar den absurden Wunsch nach Freizeit.
Deshalb versprechen wir keine permanente Erreichbarkeit und bauen auch keine Geschäftsmodelle darauf auf, dass jemand wegen jeder Kleinigkeit wiederkommen muss.
Wir bereiten vor. Wir erklären. Wir lösen die Dinge, bei denen wir sinnvoll helfen können.
Und wenn du danach ohne uns weiterkommst, ist das kein verlorener Folgeauftrag.
Dann haben wir unseren Job vernünftig gemacht.
Was wir heute konkret anbieten, findest du unter Was wir für dich machen können.
Geschrieben von STN//WR
Max Wolff
Technik ist die eine Sache. Sobald man das Ganze für andere macht und dafür Geld nimmt, kommt noch eine zweite dazu: Man sollte ungefähr wissen, was man da eigentlich tut.
Wir haben eine ganze Zeit lang in unserer Werkstatt Webseiten für Kunden gebaut, damals noch mit Joomla. Und spätestens da war Schluss mit reinem Herumbasteln. Rechnungen mussten stimmen, Einnahmen wollten in der Steuererklärung wiedergefunden werden und auch sonst gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen, von dem man vorher nicht einmal wusste, dass man es falsch machen kann.
Das war dann eher mein Revier.
Nicht, weil ich Formulare besonders erotisch finde. Sondern weil ich ungern irgendwann feststelle, dass wir eine großartige Idee umgesetzt haben und anschließend jemand erklären muss, warum sie rechtlich, steuerlich oder organisatorisch vielleicht doch nicht ganz so großartig war.
Mit der Zeit kamen weitere Anforderungen dazu. Datenschutz wurde wichtiger, Regeln wurden genauer und Webseiten mussten sich stärker damit beschäftigen, welche Daten sie eigentlich erheben, wohin sie diese schicken und ob sie das überhaupt müssen. Vieles davon ist sinnvoll. Verdammt. Das ist sogar ziemlich vernünftig.
Als wir später eher aus Spaß und für eigene Projekte zu WordPress wechselten, blieb dieser Teil deshalb an mir hängen: aufpassen, nachlesen, recherchieren und gelegentlich den Rest bremsen.
„Das könnten wir doch einfach …“
Nein.
Zumindest nicht, bevor jemand nachgesehen hat, ob „einfach“ in diesem Fall tatsächlich einfach bedeutet.
Natürlich behaupten die anderen fünf bis heute, sie wären auch ohne mich irgendwie zurechtgekommen. Das ist eine interessante Theorie.
Technisch haben wir uns währenddessen immer weiter in WordPress eingearbeitet. Joomla mochten wir trotzdem. Manche Dinge waren dort anders gelöst, manche fanden wir sogar besser. Ganz ehrlich: Ich würde nicht behaupten, dass wir Joomla überhaupt nicht vermissen.
Aber irgendwann muss man sich entscheiden, ob man ständig das nächste System lernen oder mit einem System tatsächlich arbeiten will.
Wir haben uns für WordPress entschieden. Wir kennen inzwischen seine Stärken, seine Macken und einige Stellen, an denen man besser zweimal hinsieht.
Damit können wir arbeiten.
Und genau darum geht es inzwischen.
Geschrieben von Max Wolff
Und deshalb sind wir wieder hier
Nun haben die anderen ziemlich ausführlich erzählt, was wir über die Jahre gemacht, gelernt und mitgenommen haben. Vielleicht bleibt am Ende noch eine recht einfache Frage:
Warum fangen wir damit eigentlich wieder an?
Die Antwort ist wahrscheinlich genauso einfach. Wir haben uns mit WordPress inzwischen ziemlich gut angefreundet. Wir kennen viele der kleinen Dinge, die eine Website am Ende angenehm oder unnötig kompliziert machen können. Wir wissen, wo man genauer hinschauen sollte, wo ein bisschen Feinarbeit hilft – und wo man besser nicht aus einer Kleinigkeit gleich eine Wissenschaft macht.
Und irgendwann war da wieder dieses Gefühl: Eigentlich fehlt uns etwas.
Also ist warmann.net zurück.
Nicht als große Agentur und auch nicht mit dem Anspruch, plötzlich die halbe Welt mit Webseiten zu versorgen. Sondern weil wir Lust darauf haben. Weil wir es können. Weil es Spaß macht, aus einer Idee langsam etwas Sichtbares entstehen zu lassen. Und ja – wenn dabei hier und da noch ein schmaler Taler hängen bleibt, werden wir uns dagegen auch nicht mit aller Kraft wehren.
Hilfe zur Selbsthilfe gehört für uns dazu
Ein Gedanke gefällt mir dabei besonders: Wir möchten nicht nur etwas bauen und anschließend den Schlüssel mitnehmen.
Wenn du eine eigene Website ins Leben rufen möchtest, können wir dir beim technischen Anfang helfen, WordPress vorbereiten, gemeinsam an Aufbau und Gestaltung arbeiten, Bilder fürs Web aufbereiten und die Dinge erklären, die du später selbst erledigen möchtest. Genau dafür gibt es auch unsere WordPress-Hilfe & Einrichtung.
Denn nicht wegen jeder kleinen Änderung sollte man anschließend wieder jemanden bezahlen müssen. Wenn du deine Texte später selbst ändern, ein Bild austauschen oder eine neue Seite ergänzen kannst, ist das aus unserer Sicht nichts, worüber wir traurig sein müssten.
Im Gegenteil.
Nicht nur für Unternehmen
Dabei möchten wir uns ganz bewusst nicht nur an Gewerbetreibende oder Selbstständige richten.
Vielleicht möchtest du als Privatperson einfach deinen ersten eigenen Blog starten und die Idee ist längst da – nur die Technik steht noch ein bisschen im Weg. Auch dann darfst du dich bei uns melden. Dafür haben wir sogar einen eigenen Bereich zur Website für Privatpersonen.
Und genauso gern schauen wir auf Vereine, Initiativen und gemeinnützige Projekte. Menschen, die etwas Sinnvolles auf die Beine stellen möchten, haben nicht automatisch ein großes Budget. Eine gute Idee wird dadurch aber nicht weniger gut. Auch dafür gibt es bei uns einen eigenen Bereich zum Webdesign für Vereine und Initiativen.
Und wo sind eure Referenzen?
Eine berechtigte Frage.
Die Webseiten, an denen wir früher gearbeitet haben, liegen inzwischen mehr als ein Jahrzehnt zurück. Manche Unternehmen gibt es heute nicht mehr, eine Band hat sich aufgelöst und andere Menschen haben ihre Seiten irgendwann von jemand anderem neu gestalten lassen. Schließlich hatten wir selbst lange gesagt: Wir machen das gerade nicht mehr.
Deshalb können wir heute nicht einfach eine lange Reihe aktueller Kundenprojekte präsentieren und so tun, als wäre dazwischen keine Zeit vergangen.
Was wir dir zeigen können, ist warmann.net selbst.
Diese Seite bauen, gestalten, verändern und pflegen wir selbst. Wir probieren hier Dinge aus, verwerfen manches wieder, lernen dazu und entwickeln die Seite Stück für Stück weiter. Wenn du wissen möchtest, wie wir arbeiten, kannst du dich hier also schon ziemlich gut umsehen.
Für alles Weitere brauchen wir am Anfang vielleicht ein kleines bisschen Vertrauensvorschuss voneinander.
Aber eigentlich finde ich das gar nicht schlimm.
Lass uns erst einmal miteinander reden
Uns ist ohnehin lieber, zuerst mit einem Menschen zu sprechen, als sofort ein fertiges Paket aus der Schublade zu ziehen.
Vielleicht möchtest du etwas ganz Neues aufbauen. Vielleicht gibt es schon eine Website, bei der nur ein paar Dinge nicht mehr richtig passen. Vielleicht hast du selbst noch gar nicht genau herausgefunden, wie groß dein Projekt eigentlich werden soll.
Dann schauen wir uns das gemeinsam an.
Nicht alles muss neu. Nicht alles muss groß. Und nicht alles muss am Ende genauso aussehen, wie wir es uns am Anfang vorgestellt haben.
Wenn du glaubst, dass wir dir bei deiner Idee helfen können, schreib uns einfach und erzähl ein bisschen davon.
Dann schauen wir, was daraus werden kann.
Geschrieben von Stefan von Draußen

Sechs Köpfe. Eine Werkstatt.
Wenn du dich auf warmann.net schon ein wenig umgesehen hast, sind sie dir wahrscheinlich begegnet: sechs ziemlich unterschiedliche Charaktere. Jeder mit eigener Sprache, eigener Haltung und einem etwas anderen Blick auf die Dinge.
Und ja – die gehören hierher.
Denn eine Website besteht eben nicht nur aus WordPress, ein paar Bildern und einem hübschen Menü.
Manchmal braucht es jemanden, der ruhig bleibt, zuhört und versucht, eine Lösung zu finden, mit der sich auch der Mensch vor dem Bildschirm wohlfühlt.
(Stefan von Draußen)
Gerade wenn Technik für jemanden nicht zum Alltag gehört, muss man nicht noch zusätzlich mit Fachbegriffen um sich werfen. Eine Website soll schließlich helfen – und nicht beweisen, wer die meisten englischen Abkürzungen kennt.
Manchmal braucht es aber auch jemanden, der fragt, ob das wirklich nötig ist. Oder ob wir gerade drei Plugins installieren, um ein Problem zu lösen, das ohne diese drei Plugins gar nicht existieren würde.
(Max Wolff)
Denn nicht alles, was technisch möglich ist, ist deshalb automatisch sinnvoll. Und nicht jede vermeintlich professionelle Lösung wird besser, nur weil sie komplizierter und teurer ist.
Am Ende muss der Kram funktionieren. Sauber aufgebaut, nachvollziehbar und möglichst ohne unnötigen Ballast.
(STN//WR – Bruch)
Er hält hier gewissermaßen die Leitungen zusammen: WordPress, Einstellungen, Plugins, Backups, technische Feinheiten und all die kleinen Dinge, die niemand sieht, solange sie funktionieren.
Und weil Technik gelegentlich die unangenehme Eigenschaft besitzt, genau dann nicht zu funktionieren, wenn man sie braucht, gibt es noch jemanden für die Frage:
Was machen wir eigentlich, wenn das schiefgeht?
(Konrad Falk)
Backup vorhanden? Zugangsdaten geklärt? Lässt sich die Seite wiederherstellen? Gibt es einen Plan B? Falke erwartet nicht hinter jedem Update den digitalen Weltuntergang. Aber wenn etwas wichtig ist, darf man ruhig vorher darüber nachdenken, was passiert, wenn es ausfällt.
Dann gibt es Situationen, in denen man die Sache auch nicht länger zerreden muss.
Wenn etwas Murks ist, ist es Murks. Dann reparieren wir es oder lassen es weg. Fertig.
(Bürner)
Nicht jede Entscheidung braucht eine Präsentation mit zwölf Folien und einem englischen Projektnamen. Manchmal braucht sie nur jemanden, der Tacheles redet und sich anschaut, was in der Praxis tatsächlich funktioniert.
Und schließlich ist da noch der Blick über den eigenen Schreibtisch hinaus.
Eine Website wird nicht für uns gebaut. Da draußen sitzt jemand, der damit zurechtkommen soll. Vielleicht ein kleiner Betrieb. Vielleicht ein Verein. Vielleicht einfach jemand, der Hilfe braucht und nicht gleich ein Agenturbudget mitbringt.
(Nico Rabe)
Deshalb soll es hier nicht darum gehen, aus jedem Problem den größtmöglichen Auftrag zu machen. Natürlich ist Webdesign Arbeit und Arbeit darf bezahlt werden. Aber wenn eine kleine, vernünftige Lösung reicht, dann sollte auch genau diese kleine, vernünftige Lösung auf dem Tisch liegen.
Sechs Charaktere also.
Der Ruhige. Der Skeptiker. Der Techniker. Derjenige mit Plan B. Der Mann fürs klare Wort. Und der, der gelegentlich daran erinnert, für wen wir das alles eigentlich machen.
Sie streiten sich manchmal. Sie würden manches völlig unterschiedlich erklären. Und vermutlich würde keiner von ihnen dem anderen freiwillig die komplette Werkstatt überlassen.
Das ist durchaus beabsichtigt.
Denn Stefan von Draußen, Max Wolff, STN//WR beziehungsweise Bruch, Konrad Falk, Nico Rabe und Bürner existieren außerhalb von warmann.net nicht als sechs verschiedene Menschen.
Sie sind Teil des Konzepts dieser Website.
Sechs Stimmen für unterschiedliche Themen. Sechs Perspektiven, die dort auftauchen, wo sie am besten passen. Mal freundlich und ruhig, mal technisch, mal skeptisch, mal vorsichtig, mal schräg und manchmal ziemlich direkt.
Hinter dem ganzen Theater sitzt in Wirklichkeit nur ein einziger Mensch.
Vielleicht ist das ein bisschen verrückt.
Kann sein.
(Wolff)
Solange ein Backup da ist.
(Falke)
Und die Seite läuft.
(STN//WR)
Dann ist doch alles gut.
(Stefan von Draußen)
Jetzt übertreibt’s aber nicht.
(Bürner)
Zu spät.
(Rabe)
Sechs Köpfe. Sechs Blickwinkel. Eine Werkstatt.
Und die ist ziemlich real.
Der Webmaster hinter warmann.net
Du suchst einen Webdesigner aus Leipzig und möchtest wissen, ob wir zu deinem Projekt passen?
Dann schau dir an, was wir für dich machen können, oder schreib uns einfach und erzähl ein bisschen von deiner Idee. Wir schauen gemeinsam, was wirklich nötig ist – und was nicht.