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WordPress-Kommentare deaktivieren: Weniger Spam, weniger Pflege

Bei den Kommentaren war ich von Anfang an dagegen.

Die Jungs waren schwer begeistert und wollten die Kommentarfunktion unbedingt auf der Seite haben. Austausch, Rückmeldungen, Gemeinschaft – ihr kennt das. Ich habe gesagt: Das wird nichts. Das nervt nur.

Und was soll ich sagen? Ich hatte recht.

Eine kleine Website braucht nicht automatisch Kommentare

Wenn eine Website vor allem ein kleines Unternehmen, einen Handwerksbetrieb oder ein überschaubares Angebot präsentiert, muss darunter nicht zwangsläufig eine Diskussion stattfinden. Wer wirklich Kontakt aufnehmen will, findet im Idealfall eine vernünftige Kontaktmöglichkeit.

Eine Kommentarfunktion dagegen ist nicht einfach nur ein kleines Kästchen unter dem Beitrag. Sie ist eine weitere Funktion, die gepflegt werden will. Kommentare müssen gelesen, gegebenenfalls freigeschaltet, beantwortet oder gelöscht werden. Und selbst wenn sich echte Besucher vornehm zurückhalten, heißt das noch lange nicht, dass es im Kommentarbereich ruhig bleibt.

Spam kommt auch ohne Einladung

WordPress bringt eine Kommentarfunktion samt Moderation mit. Das ist grundsätzlich praktisch. Nur hat man damit eben auch einen Ort geschaffen, an dem automatisierter Müll landen kann.

Dann sitzt man da und prüft irgendeinen vollkommen sinnfreien Kommentar zu dubiosen Angeboten, Medikamenten, Kryptowährungen oder sonstigem Internetabfall. Löschen. Nächster.

Natürlich kann man wieder ein Anti-Spam-Plugin installieren. Noch ein Plugin. Noch eine Einstellung. Noch etwas, das aktualisiert und bei Änderungen im Zweifel erneut geprüft werden will.

Oder man stellt sich vorher eine einfachere Frage: Brauche ich Kommentare überhaupt?

Wenn die Antwort Nein lautet, ist Abschalten eine erstaunlich wirksame Methode gegen Kommentarspam.

WordPress-Kommentare deaktivieren

Datenschutz wird ebenfalls einfacher

Kommentare können außerdem personenbezogene Daten mitbringen. WordPress sieht bei Kommentaren unter anderem Angaben aus dem Kommentarformular sowie technische Daten wie IP-Adresse und Browserinformationen für die Spam-Erkennung vor. Je nach Konfiguration kann zusätzlich Gravatar eine Rolle spielen.

Wenn auf einer Website überhaupt keine Kommentare ermöglicht werden und auch keine alten Kommentare oder damit zusammenhängenden Datenverarbeitungen mehr vorhanden sind, muss eine Datenschutzerklärung nicht künstlich einen Kommentarbereich beschreiben, den es gar nicht gibt.

Genau deshalb mag ich Funktionen, die man nicht braucht, am liebsten ausgeschaltet.

Aber richtig abschalten

Ein kleiner Haken ist noch wichtig: In WordPress gilt die Einstellung unter „Einstellungen > Diskussion“, mit der Kommentare für neue Beiträge abgeschaltet werden, zunächst für neue Inhalte. Bei bereits vorhandenen Beiträgen oder Seiten können Kommentare weiterhin aktiviert sein.

Wer die Funktion wirklich loswerden will, sollte deshalb auch bestehende Inhalte prüfen und Kommentare dort gegebenenfalls per Sammelbearbeitung deaktivieren. Pingbacks und Trackbacks kann man bei der Gelegenheit gleich mit ansehen, wenn man sie ebenfalls nicht nutzen möchte.

Und alte Kommentare? Nicht einfach vergessen. Wenn noch alte Kommentare, E-Mail-Adressen, IP-Adressen oder eingebundene Avatare vorhanden sind, muss man erst prüfen, was davon noch gespeichert oder öffentlich eingebunden ist, bevor man den entsprechenden Datenschutzabschnitt einfach streicht.

Mein Fazit

Für einen Blog mit einer aktiven Leserschaft können Kommentare sinnvoll sein. Für eine kleine Firmenwebsite oder eine einfache Webpräsenz muss man sie aber nicht aus Tradition mitschleppen.

Wenn niemand vernünftig diskutieren soll, braucht man auch keinen Kommentarbereich.

Kein Kommentarbereich. Weniger Spam. Weniger Moderation. Weniger Datenschutzerklärung.

Punkt. Ende. Aus.

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